Medienattacke für den Krieg - oder warum der Drogenhandel auch am Hindukush verteidigt wird.

Anscheinend kommt es nicht nur mir so vor, dass die Bundeswehr nun langsam aber sicher auch endlich mal selbst ordentlich töten soll - und natürlich getötet werden. Seit 9/11 dienen wir der Freiheit des grenzenlosen Antiterrorismus und helfen den Amerikanern bei der Sicherung ihres Öl- und Gasverkehrs. Und natürlich bei der Drogenversorgung, denn Afghanistans Anbaumenge an Schlafmohn hat alte Höhen nicht nur erreicht, sondern überschritten. Wenngleich der folgende, verlinkte Kommentar zu einem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung hiermit weniger zu tun hat, gibt dieser weitere interessante Einblicke. Aber ich möchte gerne einleitend die meiner Meinung nach eigentlichen Ursachen für die "Sicherung" Afghanistans darstellen.

90 % des Rohopiums und mittlerweile auch wieder weite Teile des Haschichs kommen aus Afghanistan. Das in Anbauländern immer die CIA aktiv war und ist, ist eine Binsenweisheit. Oder glaubt jemand bei der fortgeschrittenen Technologie der US-Millitärs allen ernstes, dass die aus dem All nicht kilometerlange rotblühende Mohnfelder von karger Landschaft unterscheiden könnten? Ob mit Überzeugungsarbeit bei den Bauern oder durch ein wenig Chemie oder Brandbomben, oder aktiver Intervention, wenn sie wirklich wollten könnten die allierten Kräfte diese riesigen Anbauflächen klein halten. Aber Drogen produzieren weltweit ein gewaltiges Bruttosozialprodukt. Und zwar tendenziell stark ansteigend vom Produzenten (3. Welt) über zahlreiche Zwischenhändler (meist 2.Welt) zum Konsumenten (Europäer oder Amerikaner). Ob schwarz oder gewaschen/versteuert. Dieses Geld läuft um, wird ausgegeben und erwirtschaftet so direkt wie indirekt gewaltige Profite auch für den Staat. (Für Öl und Kokain und die Wichtigkeit der Kontrolle Latein- und Südamerikas durch die USA gilt dies in gleichem Maße)

 

Dieses viele Geld aus dem Nichts wird weltweit erzeugt aus einer kleinen hübschen Mohnpflanze, deren Fruchtkörper kurz nach der Blüte angeritzt wird um den Saft zu sammeln und aus diesem braunes, klebriges Rohopium herzustellen - Grundstoff für Heroin und andere Morphine. Im hunderte Milliarden Dollar Bereich anzusiedelnde Umsätze entstehen daraus. Heiße Ware wird (noch) meist mit "harten" Dollars bezahlt. Kurz gesagt: Der Einbruch des weltweiten Drogenhandels würde den Zusammenbruch des US-Imperiums heftig beschleunigen. Das möglicherweise in einigen Jahren herauskommt, dass auch an Warlords Waffen gegen Opium getauscht wurden, mit denen später auch US-Boys getötet werden konnten wird kaum überraschen. Aber wer weiß, vielleicht dürfen ja die Deutschen künftig die Opiumfelder und Gaspipelines überwachen wie zuvor schon die Briten. Beides schon eher die wahren Gründe warum die NATO sich hier und im Nahen Osten jetzt und künftig so engagiert. Und da auch die Herausgeber und Redakteure mancher Zeitungen gerne einen vollen Tank haben machen sie die Spielchen überzeugt mit und lassen sich hinreissen zu weiterem heiterem Kriegsgetrommel. Gestern Afghanistan, heute Irak, morgen Iran - übermorgen der Rest der Welt...

...Wann wachen wir auf und verhindern einen möglichen 3. Weltkrieg der anscheinend bevorzugt über einen "Religionskrieg" herbeigeführt werden soll - den auch schon Samuel Huntington in "The Clash of Civilizations" (Kampf der Kulturen) seit 1996 herbeiredet, auch als Berater des US-Außenministeriums?!?

Gerade wir Deutschen mussten erst schleichend wieder an aktive Kriegsansätze herangeführt werden. Sogar die Grünen stimmten zu bei Bomben auf Serbien und Kosovo. Wir sind wieder soweit. Wir sind wieder wer. Wir dürfen töten...

(Wer Ironie oder Sarkasmus findet, darf ihn behalten oder sich auch den aktuellen Beitrag von Frontal21 ansehen - TOLL)

 

www.meta-info.de?lid=31089

Zitat:

SZ: Medienattacke für den Krieg

In dichter Folge veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung ebenso, wie andere
führende deutsche Medien aktuell Beiträge, die die deutsche Bevölkerung
davon überzeugen soll, dass sie ihre Skepsis gegenüber Kriegseinsätzen
aufgibt und etwa eine Ausweitung des Kampfeinsatzes in Afghanistan
unterstützt. Die aktuelle Sicherheitskonferenz der NATO wird somit begleitet
durch eine massive Medienkampagne zugunsten der amerikanischen
Kriegspolitik, des von der Bush-Regierung geführten Weltkriegs gegen den
Terror....

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Ja, lieber Fried, zur

Ja, lieber Fried,

zur Medienmanipulation der Amerikaner bzw. des Pentagon und den Vorhaben ausländische Meinungen "pro USA" zu beeinflussen, schreibt ja Telepolis viel. Es heißt zwar, dass diese Pläne wieder in der Schublade versenkt seien, aber ob dem wirklich so ist ...

Und ... wo stünde die USA wirtschaftlich ohne ihre Rüstungsindustrie?

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